Ach du dickes Ei!

Ja, auch wenn es nicht so aussieht, der Frühling kommt – zumindest in der grauen Theorie. Auch wenn der Osterhase wohl durch Schneereste hoppeln wird, die Frage nach der Bikinifigur stellt sich trotzdem. Und schon sind Facebook, Fernsehen und Zeitschriften voll mit guten Tipps und Ratschlägen. Das Problem an der Sache: Es gibt zu viele davon, die meisten sind zu komplex und in erster Linie lustbefreit. Was bringt der schlanke Körper, wenn er uns dazu verhaftet, nie wieder ohne schlechtes Gewissen dem Gläschen Prosecco in der Sonne zu fröhnen? Die neueste Masche in social media sind Posts superschlanker Damen, die damit werben, in 5 einfachen Schritten zur Traumfigur zu kommen. Diese fünf Schritte beinhalten dann allerdings Fitnessprogramme im Umfang eines Vollzeitjobs, Ernährung die weder Kohlenhydrate noch Zucker zulässt und obendrein ein Zeitregime der Ernährung, das nur sozial unwilligen Singles möglich ist. Dann mal Prost!

So kurz vor den österlichen Leckereien, für einige sogar zum Ende der Fastenzeit will man doch nicht ernsthaft mit einem neuen Generalstabsplan an die Fettpölsterchen gehen, oder doch? Das Problem der heutigen Diätkultur ist es, den schlanken Körper zum Dauerthema zu machen und jede Abweichung von der einmal begonnenen Diät zu verteufeln. Deswegen liegt uns die Idee der Gesundzufriedenheit am Herzen. Ein zugegebenermaßen merkwürdiger Begriff, der aber eigentlich etwas sehr einfaches meint: Es geht darum, sich im eigenen Körper und im eigenen Leben wohlzufühlen. Dafür sind keine radikalen Diäten oder rigide Trainingsprogramme notwendig. Vielmehr geht es uns darum, für jeden eine geeignete Form der Bewegung und mentalen Auseinandersetzung mit den eigenen Zielen zu finden, die sich in den Alltag integrieren lässt und die auf längere Zeit auch durchgehalten werden kann. Oft liegt ja in den kleinen Dingen die große Wirkung. In diesem Sinn fröhliche Eiersuche oder Schneeballschlacht…!

 

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