Das erschöpfte Ich

Der französische Soziologe Alain Ehrenberg bringt es auf den Punkt: Unsere Gesellschaft produziert Depression, das Selbst ist nur allzu oft erschöpft. Dies geschieht aus verschiedenen, oft gegenteiligen Gründen. Ob Über- oder Unterforderung, zu hohe Erwartungen von anderen oder fehlende Anerkennung: Das Ich muss immer eine Zerreissprobe zwischen eigenen Maßstäben und äußeren Erfordernissen bestehen. In einer Welt des Informationsüberflusses und der Beschleunigung kommt es häufig zum Erschöpfungszustand. Das wissen wir alle. Einen solchen Zustand jedoch sich selbst einzugestehen, ist schwierig, denn es sind ja immer die Anderen, denen soetwas passiert. Gesellschaftlich sind die Themen Depression und Burnout  en vogue und zugleich tabu. Alle kennen es, keiner hat es.

Im Coaching geht es darum, genau dieses anzugehen. Wenn das Ich von seiner Aufgabe überfordert ist, dann reicht es selten, allein das Gehirn mit kleinen Glückspillen zu behandeln, denn der ganze Körper leidet mit. Diese Leiden des Körpers beginnt of viel früher, als überhaupt eine Einsicht in die Gründe und Auslöser möglich ist. Das wahrzunehmen, lässt sich trainieren und gehört vielleicht zu den wichtigsten Überlebensstrategien in der modernen Welt.

Dabei geht es nicht allein die Entwicklung einer funktionierenden Selbstwahrnehmung. Auch der umgekehrte Weg kann sehr hilfreich sein, nämlich den Körper in eine gute Position zu bringen. Der starke Rücken zum Beispiel hilft auch der mentalen Stärke auf die Sprünge. Das Ich steht nicht einfach zwischen dem Innen (dem geistigen oder emotionalen Leben) und dem Außen (Körper, Umwelt, Mitmenschen). Es ist vielmehr die Dimension, in der sich der unauflösbare Zusamenhang der beiden Pole zeigt. Körper und Geist, Ich und Welt: Das eine gibt es nicht ohne das andere. Dem Ich neue Kraft und eine gesunde Dynamik zu geben, genau daran arbeiten wir mit Ihnen!

 

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