Dein Gehirn und Du – Team oder Gegenspieler?

Vor nicht allzu langer Zeit haben wir schon einmal einen Blick in die Neurowissenschaft geworfen. Nun soll es konkreter werden. Wir alle haben Denkweisen, die uns Umwege gehen lassen, das Leben schwieriger machen oder Angst auslösen. Einige davon dienen dem Selbstschutz. Mit anderen stehen wir uns selbst im Weg. Letzteres kann zum wirklichen Problem werden, gerade wenn das Leben komplizierter wird. Eine Kündigung, ein Umzug oder eine Trennung – dies und vieles andere triggert psychologische Mechanismen, die nicht immer hilfreich sind.

Unser Gehirn kann nicht für uns joggen gehen. Es erfindet bei zu viel Information oder Stress andere Ausweichmanöver. Diese führen dazu, uns zurückzunehmen, dicht zu machen, in Stillstand zu verfallen. Das hat auf einer bestimmten Ebene Sinn, denn wir haben in der Tat nur begrenzte Aufnahmekapzitäten und müssen uns, unserer Seele und dem Gehirn Auszeiten gönnen. Nicht ohne Grund sind Menschen, die sehr viel Multitasking betreiben und nie abschalten können oft z.B. von Migräne geplagt.

Die Mittel und Wege des Gehirns, bei Informationsüberfluß die Notbremse zu ziehen, sind wirkliche Warnsignale und verstärken erlernte Strukturen wie Angst, Unsicherheit oder Selbstzweifel. Diese Gedanken können sich gegenseitig verstärken und zu körperlichem sowie seelischem Unwohlsein, tatsächlich bis zu psychosomatischen Störungen führen. Diese kleinen oder großen Teufelskreise haben selten viel mit der Realität zu tun. Die Dinge, vor denen man Angst hat und die Zweifel am eigenen Können sind bei Licht betrachtet viel harmloser als gedacht. Wir haben nur im Laufe des Lebens die rosa Brille gegen eine schwarze ausgetauscht.

Die gute Nachricht ist: Das lässt sich ändern. Wir sind nicht unser Gehirn! Wir haben die Chance, an unseren Gedanken zu zweifeln und Ihnen die kleinen Teufelchen auszutreiben. Um Denkweisen nachhaltig zu verändern und Angststrukturen aufzubrechen, gibt es im Coaching etablierte Strategien wie Neuroimagination*, die darauf basieren, dass das Gehirn flexibel und vor allem aktiv beeinflussbar ist. Dies bezeichnet man in der Neurowissenschaft als Plastizität des Gehirns. Dazu und vor allem zu den Möglichkeiten in den nächsten Wochen mehr!

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