Frühlingsgefühle…

Es gibt sie doch – die Sonne! Endlich kommt der Frühling auch ins verregnete Hamburg. Mit den ersten warmen Strahlen fühlt sich alles ganz anders an. Die Schwere des Winters scheint wie weggeblasen, das Grau, das bis in die Gedanken und Gefühle hineinkriecht, verschwindet und macht einer Gelassenheit platz. Vielleicht haben Sie auch ein kleine Fastenzeit eingelegt oder das Sportprogramm reaktiviert. Alles ist nun leichter, denn auch Bewegung geht besser ohne schwere Winterklamotten oder den kleinen frechen Weihnachtspfunden.

Der Frühling ist eine wichtige Zeit für Körper und Geist. Hier kommen An- und Entspannung so eng zusammen, wie selten im Jahr. Das Klima in unseren Breiten lässt uns den Abschied des Winters ganz deutlich spüren. Mit einem Mal hat die Sonne Kraft, wärmt durch und lässt die Natur explodieren. Diese Bewegung erfasst auch unseren Körper. Der Frühling mit seinen Wachstumsschüben, Sonnenlicht und neuer Wärme fordert das Immunsystem. Alle Körperfunktion werden in Habacht-Modus versetzt. Wir werden wieder reaktionsfreudiger und öffnen uns für Neues. Die (An-)Spannung kann zwar auch ermüden: Die Frühjahrsmüdigkeit gibt es wirklich. Jene neue Spannung lässt uns aber auch empfänglicher werden für positive Emotionen, neue Verliebtheiten oder frische Projekte.

Auf die sonnenbedingte Anspannung folgt auch eine Entspannung. Die Wärme lässt uns länger verweilen, die Sonne genießen und die Hektik des Alltags kurzzeitig ignorieren. Diese Atempausen sind unterschätzt. Wir sollten sie nutzen, unsere großen Pläne und Vorsätze, mit denen man ins neue Jahr gegangen ist, nochmal neu zu betrachten. Die Wärme der Sonne hat es an sich, unsere Ängste und Aufgeregtheiten zu mildern. Diese frühlingshafte Gelassenheit kann einiges in eine neue Perspektive bringen und uns aus der geistigen Dunkelheit der Wintermonate herausbefördern. Lassen Sie sich doch mal zehn Minuten länger von der Sonne anstrahlen und dann betrachten Sie die Herausforderungen dieses Jahres neu! Vielleicht ist einiges gar nicht so wichtig, wie es in der Erschöpfung zu Jahresende erschien, vielleicht sind es ganz andere Dinge, die bei näherer Betrachtung sinnvoll sind. Nutzen sie die Gelassenheit, die uns die warme Sonne schenkt doch mal, um das Leben ein wenig in rosa zu betrachten – und wenn es nur die Kirschblüten sind!

 

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