Oh heiliges Detox Nr. 1

Alle Jahre wieder kommt nach Fassnacht die 40-tägige Fastenzeit. Vom fetten Genuss zur Abstinenz, bis dann zu Ostern das Werk vollbracht ist und man guten Gewissens wieder zugreifen darf. Aber was ist dran, an der heutigen Detox-Mode? Einerseits kennt jede Kultur Fastenrituale, die jedoch zumeist religiös begründet werden. Andererseits stürzt sich eine ganze Industrie auf die entgiftungswilligen Zeitgenossen. Da fällt es schwer zu entscheiden, was daran Hokuspokus ist und was dem Körper wirklich gut tut. Eines ist klar: Der menschliche Körper ist kein Schornstein, der alle paar Jahre mal wieder gereinigt werden muss. Wir verfügen über die wunderbare Fähigkeit eines „vollautomatischen Waschprogramms“. Andererseits werden es in Zeiten der völligen Nahrungsmittelüberfrachtung Niere und Leber danken, wenn sie zwischenzeitliche Atempausen bekommen.

 

Dass es im Grunde in allen Kulturen und Religionen derartige Rituale gibt, spricht für ein altes und vermutlich kulturübergreifendes Wissen. Zwar möchten wir gerne für jegliche gesundheitsfördernden Maßnahmen einen wissenschaftlichen Beweis, dieser ist jedoch im Falle des Fastens schwierig zu erbringen, da es eine Unmenge von Varianten, Methoden und Traditionen gibt. Dann reagiert natürlich jeder anders auf mehr oder minder radikale Einschnitte bei der Ernährung. In unserem kulturellen Kontext bedeutet Fasten zunächst nicht viel mehr als eine Weile auf den Luxus von Fleisch, Zucker und Alkohol zu verzichten.

 

Darüber hinaus berichten viele Menschen von den überraschenden Wirkungen einer echten Fastenkur. Und genau das probiere ich selbst gerade aus. Bisher habe ich nur das Leberfasten mit bewährter Rezeptur gemacht. Das ist ein Verfahren, was sich hauptsächlich auf die Leber konzentriert, jedoch weder der Entleerung noch des vollständigen Nahrungsentzugs bedarf, sondern einen „Reset“ für den Zuckerstoffwechsel bewirkt.

Über diese einfach im Alltag integrierbare Methode beraten wir Sie gerne. Nun versuche ich mich aber mit dem echten Heilfasten. Einen kleinen Erfahrungsbericht gibt in der nächsten Woche wieder in unseren 90 Sekunden, bleiben Sie dabei!

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