Wenn das Fass überzulaufen droht: Konflikte und wie man sie bewältigt

Konflikte treten in den verschiedensten Formen und Zusammenhängen auf. Sie zu lösen, ist selten einfach. Was kann man tun, wenn Wut, Angst oder Aggression das mentale Steuer übernehmen?  Was muss man über sich wissen, um zu verstehen, wie man in solchen Fällen handeln soll? Man kann sogar fragen, welche Arten von Konflikten es überhaupt gibt und wie man sie erkennt. Es ist bei weitem nicht immer klar, ob alle Beteiligten wissen, dass es einen Konflikt gibt. Im Falle eines Konflikts nimmt man zunächst sich selbst wahr. Die eigene Wut, das Bewusstsein, von etwas unangenehm angefasst zu sein und vielleicht Kontrollverlust oder Ratlosigkeit in der Situation.

Im allerersten Schritt muss man verstehen, wer alles involviert ist. Es ist die Vogelperspektive, ein Blick aus der Distanz, durch den man verstehen kann, in welcher Konstellation man sich eigentlich befindet. Eben dieser Distanz bedarf es auch, um zu erkennen, um was es geht. Es kommt durchaus nicht selten vor, dass es in einem Konflikt nur vordergründig um etwas geht, was aber eigentlich stellvertretend für ein tieferes Problem steht. So kann eine Rangelei um Büroräume beispielsweise eigentlich ein Konkurrenzkampf um das Standing im Unternehmen sein. Es geht also darum, zu erkennen: Wer ist beteiligt und um was dreht sich der Konflikt?

Hat man diese Distanzperspektive einmal eingenommen, kommen weitere Schritte, durch die man sich einer Konfliktlösung nähern kann. Ein wichtiger Schritt besteht darin, die Perspektive des oder der Anderen einzunehmen. Das kann sehr schwierig und schmerzhaft sein, vor allem, wenn starke Emotionen und Affekte im Spiel sind. Erst wenn man eine Idee von der Perspektive des Anderen hat, kann man die Natur des Konflikt verstehen und entsprechend Lösungen suchen. Wenn von Affekten die Rede ist, tritt noch ein weiteres wichtiges Thema auf den Plan: Die körperlichen Aspekte in Konflikten. Wenn man sich von etwas angegriffen oder angefasst fühlt, dann geht es nicht nur um den Kopf. In den nächsten Wochen wollen wir ein wenig Ordnung in das Gefühlschaos von Konflikten bringen und einige Tricks verraten, wie man solche Situationen besser bewältigen kann.

 

 

 

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