Wider dem Schubladendenken II: Wie sich ungute Prägungen verändern lassen lassen

Prägungen und Glaubenssätze sind nicht per se schlecht. Im Gegenteil, sie sind notwendige Orientierungen und erleichtern uns, das Chaos des täglichen Lebens zu bewältigen. Ähnlich sprach der Philosoph Friedrich Nietzsche über Vorurteile. Vorurteile sind zwar oft ungünstig, weil sie Menschen und Handlungen vor-verurteilen.

Erkenntnistheoretisch betrachtet sind sie aber Mechanismen, die uns helfen, schnell Kategorien zu bilden. Ein Vor-Urteil hilft schnell wahrzunehmen und kann dann korrigiert und reflektiert werden. Letzteres fällt bei den unguten Prägungen meistens weg. Wir nehmen sie als gegeben hin und stehen uns damit gerne selbst im Weg. Man ist eben ein Mensch, der so selbstbewusst ist oder nicht gut mit Konkurrenz umgehen kann.

Solche Prägungen entstehen zwar im Kontakt mit der Welt, durch Erfahrung und Beobachtung. Sie sind aber auch fest neuronal verankert und können nur dort, also im Gehirn, überschrieben werden. Selbst wenn der Verstand einsieht, dass ein solcher Glaubenssatz haltlos und gefährlich ist, so funktioniert er dennoch aus der Tiefe des Vorbewussten weiter. Es bedarf also einer Methode, die gewissermaßen mit allen Sinnen arbeitet, um solche Prägungen zu verändern. Eine Möglichkeit ist die Methode der Neuroimagination®.

Die Neuroimagination® basiert darauf, alle Sinneskanäle einzubeziehen und so die Tiefenstrukturen des Bewusstseins zu erreichen. Das ist notwendig, weil solche Glaubenssätze niemals nur Sätze, d.h. rationale Einsichten sind. Sie kommen nicht aus dem Verstand, sondern aus der Erfahrung, Beobachtung, aus dem Kontakt mit der Welt und den Mitmenschen. In einem solchen Satz verbinden sich Bilder, Gefühle, Geschichten und eine Menge von Erlebnissen. Nur so können sich Prägungen tief in der Persönlichkeit verankern.

Die Neuroimagination® schlägt diese Lernprozesse gewissermaßen mit ihren eigenen Mitteln. Dort werden Prägungen im Kontext von Erlebnissen und Emotionen identifiziert und durch neue Erlebniszusammenhänge umgeschrieben. Diese finden zwar in der Imagination statt. Viele Wiederholungen und lebhaftes Vor-Augen-führen, kombiniert mit tatsächlich erlebten Gefühlen, haben dann aber denselben Effekt wie jahrelange Prägung. Mit dieser Methode lassen sich negative Sätze positiv umwandeln und wirksam verankern. Wie wäre es, wenn an die Stelle des Selbstzweifels die Überzeugung tritt: Ich bin verdammt gut- und das werde ich Euch zeigen!

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